Das Morgen entsteht im Heute

Zu den vergessenen Möglichkeiten des Konzils

Gemeinsame Tagung von zehn reformorientierten Gruppierungen
am Samstag, 21. November 2015, 10.30 bis 16.30 Uhr
in den Räumen der Universität Luzern

Wir bedanken uns bei Vera Rüttimann, Berlin, für die Fotos (Copyright bei VR, 2015).

Einen Sprung nach vorn sollte die Kirche wagen. Mit dieser Überzeugung berief Johannes XXIII. das Konzil ein. Und von 1962–65 nahmen die Bischöfe einen grossen Anlauf dazu. Doch bald folgten Jahrzehnte der Lähmung. Die katholische Kirche erwies sich im Sprung gehemmt. Ein Aufbruch aus der Erstarrung tut also 50 Jahre später not. Das Konzil weist – bei allen Kompromissen – den Weg dazu. Es hat die Abwehrhal¬tung gegen die Reformation der Kirche und gegen die Aufklärung der Vernunft überwunden, hat Menschen¬rechte anerkannt, eine Verheutigung ihrer Sprache, Liturgie und Strukturen begonnen und Kirche primär von Frauen und Männern her verstanden, die sich als Volk Gottes auf den Weg machen.
Ein immenses Projekt nahm damit seinen Anfang. Wie die Fortführung im 21. Jahrhundert aussehen müsste, das war Gegenstand der Tagung.

Träger waren der Verein tagsatzung.ch, die Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche sowie die Professur Pastoraltheologie der Theologischen Fakultät Luzern - in Zusammenarbeit mit sieben weiteren Gruppierungen (vgl. Tagungsprogramm).