Reformation und Freiheit in der Kirche - Sieben Bemerkungen

Wenn wir uns heute mit Luther befassen, sollten wir das Cliché vom Häretiker endlich hinter uns lassen und ihn in die lange Tradition der katholischen Erneuerer einreihen (Kardinal Kasper) – und mit Papst Franziskus sagen: "Er war ein Reformer!" Doch wie buchstabiert man heute "Rechtfertigung"? Heute bedeutet Kirchen-Reformation ein leidenschaftlicher Einsatz für Freiheit und Gerechtigkeit.

Christliche Ökumene als Lösung, als Jubiläumsagenda? Das greift zu kurz. Erwin Koller als Präsident der Herbert-Haag-Stiftung legt sieben Bemerkungen vor.

Amoris Laetitia

Das nachsynodale Dokument von Papst Franziskus überrascht in vielem positiv - bleibt aber in der theologischen Argumentation zwiespältig. Die Diskussion muss weitergehen: notwendig sind synodale Prozesse in den Diözesen und Pfarreien.

Stellungnahme der "Allianz Es reicht!" vom 9. April 2016

Wer setzt sich durch? - Der Papst im Clinch mit den Hardlinern
Zum Nachsynodalen Apostolischen Schreiben AMORIS LAETITIA

Prof. Hermann Häring, Tübingen, bietet auf vier Seiten eine souveräne Zusammenfassung und Würdigung des Nachsynodalen Apostolischen Schreibens von Papst Franziskus.
Die neue Sprache überrascht, ebenso dass Verurteilungen kaum vorkommen und Verbote fehlen. So könne das Schreiben zum "hilfreichen Handbuch für eheliche Fragen" werden.
Aber es gibt Defizite in der theologischen Argumentation: weder exegetische Erkenntnisse noch dogmengeschichtliche Fakten sind auf der Höhe der Zeit. Das führe letztlich leider zu einem zwiespältigen Charakter des Schreibens.
Häring vertritt überdies die Meinung, dass Franziskus methodisch geschickt vorgehe und den Hardlinern das Leben schwer machen dürfte.

50 Jahre nach dem Konzil - Drei Kommentare

1. Es war eine kleine Revolution
2. Un balzo innanzi - ein Sprung nach vorn
3. Am Ende der Geschichte?

von Erwin Koller, verfasst für journal21.ch

Erwin Koller hat für die Online-Zeitung www.journal21.ch drei Kommentare verfasst.

Vatikan gegen US-Nonnen - Kommentar

Erwin Koller kommentiert das Verfahren der Glaubenskongregation gegen die US-Nonnen der LCWR, das soeben abgeschlossen wurde. Er spricht von den Daumenschrauben der Inquisition.

Heiligsprechung von Johannes Paul II.

„Heiligsprechung darf nicht die kritische Auseinandersetzung mit Papst Johannes Paul II. verhindern!“
Reformgruppen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nehmen gemeinsam Stellung.
Dieser Papst bleibt trotz Heiligsprechung der widersprüchlichste Papst des 20. Jahrhunderts, begründet die gemeinsame Stellungnahme.