Preisverleihung 2019 an Jubla Schweiz und BDKJ

Am 24. März fand in Luzern die Verleihung des Herbert Haag Preises für Freiheit in Theologie und Kirche statt. Abt Christian Meyer (Kloster Engelberg) und Pater Klaus Mertes (St. Blasien) hielten die Laudationes und die Festrede. Die junge Preisträgerinnen und Preisträger von Jungwacht Blauring Schweiz und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend gestalteten das fröhliche Fest mit. 300 Gäste feierten gemeinsam und genossen den Nachmittag bei strahlendem Frühlingswetter.

Fotos von der Eröffnung vor der Matthäuskirche (gestaltet von der Jubla St. Paul Luzern), von dem Festakt im Schweizerhof und vom Beisammensein.

Fotos: Vera Rüttimann
Copyright by Herbert-Haag-Stiftung

Eröffnungsrede, Laudationes, Urkundentexte, Dankesworte zum Herunterladen hier (PDF)

Bericht des BDKJ über die Preisverleihung: Ausgezeichnete Jugendverbandsarbeit – BDKJ erhält Herbert Haag Preis in Luzern

Bericht der Jubla über die Preisverleihung: In der Jubla findet Kirche dort statt, wo sich das Leben abspielt

Nachrichtenbeitrag im Innerschweizer Fernsehen (Tele 1) zur Preisverleihung

Artikel bei kath.ch zur Preisverleihung: Kirche kann stolz sein auf diese Kinder und Jugendlichen

Preisverleihung 2018

Preisverleihung 2018 am 11. März in Luzern.
Preisträger Volker Hesse und Andreas Knapp.

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Preisträger/innen und Anerkennungen

Die Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche zeichnet periodisch Menschen aus, die sich für Freiheit und Menschlichkeit innerhalb der Kirche einsetzen.
> Preisträger/innen ab 2001: siehe unten
> Liste der früheren Preisträger/innen von 1985 bis 2000 (PDF)

Die Preisträger werden durch den Stiftungsrat bestimmt.
Der Preis soll ideell ermutigen und praktisch unterstützen. Er besteht deshalb aus einer Urkunde (früher Medaille von Inka Klinckhard) und einem Geldbetrag zur Förderung der Aktivitäten des Preisträgers/ der Preisträgerin.
Zudem spricht die Stiftung Anerkennungen aus an Personen, die bemerkenswerte Initiativen zu Freiheit in der Kirche ergriffen haben.
Hinweis: Nicht in jedem Jahr fand eine Preisverleihung statt.

  • Preisträger/innen 2019

  • Preisträger/innen 2018

    Für eine schöpferische Freiheit in Bild und Wort
    Herbert Haag Preis 2018 geht an Volker Hesse und Andreas Knapp

    Medienmitteilung der Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche
    Luzern, 8. September 2017 / Erwin Koller
    Die Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche hat die Preisträger 2018 bestimmt. Sie legt mit ihrer Preisverleihung im kommenden März den Akzent auf die Freiheit des Wortes und steht ein für schöpferische Vitalität und frische Ausdruckskraft in Wort und Bild auch dort, wo es um Fragen der Religion geht. Das Preisgeld beträgt 15'000 SFR bzw. 10'000 Euro.
    Preisträger sind der Theatermann und Regisseur Volker Hesse (Zürich) sowie der Priester und Lyriker Andreas Knapp (Leipzig). Hesse vertritt die expressive Wucht, mit der heute Fragen an die Religionen gestellt und archaische Bilder noch in modernsten Lebensäusserungen sichtbar werden. Knapp steht für die verhalten-stille Lyrik, die den Geheimnissen des Lebens neue Worte leiht.
    Der aktuelle Kontext in Gesellschaft und Politik macht ein Einstehen für das freie Wort wieder notwendig. An vielen Orten drängen Populisten die Freiheit zurück, Autokraten unterbinden sie und Fundamentalisten verurteilen sie als Sakrileg. Das hat viele Gründe: Menschen fühlen sich verunsichert, auch durch die Freiheit; Potentaten klammern sich an ihre Macht und benutzen Freiheit als leere Phrase; Religionen behaupten ihre Deutungshoheit und sehen in der Freiheit des Menschen einen Widerspruch zu Gottes Gebot. Christinnen und Christen jedoch berufen sich – wie schon Luther – auf den Apostel Paulus: «Zur Freiheit hat uns Christus befreit!» (Brief an die Galater 5,1).

    Volker Hesse

    Volker Hesse (geb. 1944 im Hunsrück) ist ein Meister der Aktualisierung und Dramatisierung religiöser Geschichten und Mythen auf den Bühnen der Welt. In stets neuen Bildern und Szenen bringt er die Sinnsuche des modernen Menschen zum Ausdruck, mit all den widerspenstigen Hoffnungen und den unheimlichen Dämonien, die damit verbunden sind. So bei der Inszenierung des Welttheaters in Einsiedeln (2000 und 2008), im Spektakel „Sacre del Gottardo“ (zur Eröffnung des Gotthardbasistunnels 2016) oder 2017 mit der Inszenierung des Mysterienspiels „Akte Zwingli“ im Zürcher Grossmünster.

    Foto: Judith Schlosser, Zürich

    Volker Hesse im Originalton:

    • «Mich fasziniert und beschäftigt, wie dünn die Schicht ist, die uns moderne Menschen vom Archaischen trennt.»
    • «Ich möchte die tiefe Gläubigkeit, die aus Not und grosser Orientierungslosigkeit entstanden ist, erfahrbar machen. Ich träume davon, dass die 400 Zuschauer, die im Grossmünster sitzen, etwas von der Macht des Gebets und den religiösen Auseinandersetzungen zur Zeit der Reformation spüren.»
    • «Ich möchte bei der Eröffnung des Gotthardtunnels zeigen, dass der Fortschritt auch eine erschreckende Seite hat – dass das Kühne der Technik immer auch mit Opfern verbunden ist.»

    Einige Videos dieser Inszenierungen sind im Internet abrufbar:

    Andreas Knapp

    Andreas Knapp (geb. 1958 im badischen Hettingen) ist ein Sprach- und ein Gottsucher. Seine Gedichtbände zählen zur eindrucksvollsten und meistgelesenen spirituellen Poesie unserer Zeit. Nach Tätigkeiten als Studentenpfarrer und Leiter eines Priesterseminars wurde er Mitglied der „Kleinen Brüder vom Evangelium“. Inspiriert vom Offizier, Forscher und Eremiten Charles de Foucauld (1916 in Libyen ermordet) will diese Gemeinschaft mitten in der Welt Christus nachfolgen. Knapp lebt am Stadtrand von Leipzig in einem säkular geprägten Umfeld. Zehn Jahre war er Saisonarbeiter im Versandbereich, seit zwei Jahren ist er Gefängnisseelsorger. Das Preisgeld lässt er vertriebenen Christen aus Mossul, Karakosch und Aleppo zukommen, die in Leipzig eine christlich-syrische Gemeinde aufbauen.

    Foto: Clemens Knapp

    Zwei seiner Gedichte mögen Knapps Sprachkraft illustrieren:

    unser Stadtviertel
    unser Stadtviertel
    ist unser Kloster
    und die belebten Straßenkreuzungen
    sind unser Kreuzgang
    unsere Klosterwerkstätten
    sind die Fabriken
    und unsere Gebetszeiten
    werden von der Stechuhr diktiert
    die Gesichter der Menschen sind die Ikonen die wir verehren
    und im leidgezeichneten Antlitz
    schauen wir auf den Gekreuzigten“

    Gott
    Unwort der Jahrtausende
    blutbesudelt und missbraucht
    und darum endlich zu löschen
    aus dem Vokabular der Menschheit
    Redeverbot von Gott
    getilgt werde sein Name
    die Erinnerung an ihn vergehe
    wie auf Erden so im Himmel
    wenn unsere Sprache aber
    dann ganz gottlos ist
    in welchem Wort
    wird unser Heimweh wohnen
    wem schreien wir noch
    den Weltschmerz entgegen
    und wen loben wir
    für das Licht

    Die Titel seiner letzten Bücher heissen:

    • Beim Anblick eines Grashalms (2017)
    • Das Ende vom Ende (2016)
    • Lebensspuren im Sand. Spirituelles Tagebuch aus der Wüste (2015)
    • Heller als Licht: Biblische Gedichte (2014)
  • Preisträger/innen 2017

  • Preisträger/innen 2016

  • Preisträger/innen 2015

  • Preisträger/innen 2014

  • Preisträger/innen 2013

  • Preisträger/innen 2012

  • Preisträger/innen 2011

  • Preisträger/innen 2010

  • Preisträger/innen 2009

  • Preisträger/innen 2008

  • Preisträger/innen 2007

  • Preisträger/innen 2006

  • Preisträger/innen 2005

  • Preisträger/innen 2003

  • Preisträger/innen 2001

  • Preisträger/innen 2000

  • Preisträger/innen 1998

  • Preisträger/innen 1997

  • Preisträger/innen 1996

  • Preisträger/innen 1994

  • Preisträger/innen 1992

  • Preisträger/innen 1991

  • Preisträger/innen 1989

  • Preisträger/innen 1988

  • Preisträger/innen 1985