News und Facts zu Freiheit in der Kirche

  • Herzliche Einladung zur Preisverleihung 2019

    Herzliche Einladung zur Preisverleihung 2019

    Am 24.03.2019 um 15.30 Uhr findet die Preisverleihung an die Jubla Schweiz und den BDKJ im Schweizerhof in Luzern statt. Die Laudatoren sind Abt Christian Meyer (Engelberg) und Pater Klaus Mertes (St. Blasien).
    Die aktuellste Medienmitteilung und die Einladung mit Programm sind hier verfügbar.

    Einladung und Programm Preisverleihung 24.03.2019

    aktuelle Medienmitteilung vom 22. Februar 2019

    Seile, Brücken, Geländer – junge Menschen zwischen Rückhalt und Wagnis

    Medienmitteilung der Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche
    Am Sonntag, 24. März 2019 wird in Luzern dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und dem katholischen Kinder- und Jugendverband Jungwacht Blauring Schweiz Jubla der Herbert Haag Preis 2019 übergeben.

    Je wilder die Natur, desto grösser das Risiko. Je jugendlicher der Mensch, desto mehr will er wagen. Je ängstlicher die Erzieher, desto enger sind Leine und Korsett. In diesem Spannungsfeld bewegen sich junge Menschen. Und in einer komplexen Gesellschaft werden die Widersprüche zahlreicher. So sind von Zeit zu Zeit Revolten nicht zu vermeiden.
    Die Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche zeichnet mit ihrem Preis Verbände aus, die in diesem offenen Gelände Brücken bauen, Seile spannen und Wege mit Geländern absichern, alles mit dem Ziel, die freie Entfaltung der jungen Menschen zu fördern. Es sind Zehntausende, die im Jugendverband Jungwacht Blauring Schweiz (Jubla) organisiert sind, und Hunderttausende im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
    Die beiden Laudatoren stehen mit ihren Stiftsschulen seit langer Zeit in der Verantwortung für die Jugend. Christian Meyer ist seit 2010 Abt des Benediktinerklosters Engelberg, das seit dem Mittelalter eine Stiftsschule führt. Der Jesuit Klaus Mertes ist seit 2011 Direktor des Kollegs St. Blasien im Schwarzwald, ein ehemaliges Benediktinerkloster. Seit seiner Aufdeckung des sexuellen und psychischen Missbrauchs junger Menschen am Canisius-Kolleg in Berlin ist er in der gesellschaftlichen Debatte über Kirche und Jugend sehr präsent. Klaus Mertes ist Herbert Haag Preisträger 2014.

    Im Kontext der Preisverleihung findet am Montag, 25. März 2019 von 14.00 – 17.30 Uhr im Romerohaus in Luzern im Forum für eine offene Katholizität ein Dialog statt (www.fokdialoge.org) unter dem Titel: Die Jugend – vom Betreuungsobjekt zum Glaubenssubjekt der Kirche. Im ersten Teil nehmen Bundespräses Pfarrer Bingener sowie Bundesvorsitzender Thomas Andonie Stellung zur Frage: Wie versucht der BDKJ, «junge Menschen mit ihren Begabungen, Kompetenzen, Möglichkeiten und Sehnsüchten ernst» zu nehmen? Im zweiten Teil des Dialogs stehen Regula Kuhn-Somm, Co-Geschäftsleiterin der Jubla und Bundespräses Valentin Beck Red und Antwort: Wie schafft die JUBLA mit ihren Führungspersonen den grossen Sprung vom Betreuungsobjekt zum Glaubenssubjekt?
    Luzern, März 2019 / Erwin Koller

    Interview mit Valentin Beck, Alice Stierli und Elias Müller (Jubla Schweiz und Jubla Luzern) zur Verleihung des Herbert Haag Preises und über Freiheit in der Jubla und in der Kirche, von D. Thali für Pfarrblatt Aargau und Pfarreiblatt Luzern

    Bildmaterial und Medienmitteilung vom 30. August 2018

    Foto: Jungwacht Blauring Schweiz (Bildarchiv Jubla Schweiz)

    Foto: BDKJ, v. l. n. r. Thomas Andonie, Lisi Maier, Dirk Bingener, Katharina Norpoth (BDKJ-Bundesstelle, Jann Höfer)

    Die Jugend – vom Betreuungsobjekt zum Glaubenssubjekt der Kirche

    Medienmitteilung der Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche
    Der Herbert Haag Preis 2019 geht an den BDKJ, den Bund der Deutschen Katholischen Jugend, und an die Jubla Schweiz, den katholischen Kinder- und Jugendverband Jungwacht Blauring. Das Preisgeld beträgt 10'000 Euro bzw. 15'000 Schweizerfranken.

    Keine Organisation überlebt ohne junge Menschen in ihren Reihen. Das gilt auch für die Kirche, selbst wenn ihr Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit häufiger durch ältere Herren geprägt ist. Dabei sind es Zehntausende, in Deutschland Hunderttausende von jungen Menschen, die Woche für Woche zu kreativem Tun zusammenkommen und auf ihre Weise Kirche leben. Und Tausende – in Deutschland Zehntausende – entwickeln als jugendliche Leitungspersonen Initiativen und Phantasie und erfahren früh, was es heisst, für andere Verantwortung wahrzunehmen. Auf diese Weise wachsen junge Menschen allmählich auch in eine gesellschaftliche Verantwortung in Kultur und Politik hinein, wie viele Beispiele bestätigen.

    Die Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche würdigt die Arbeit dieser Verbände. Ihre jugendliche, fröhliche, lebensbejahende und weltoffene Art steht in heiterem Kontrast zu gängigen Vorstellungen von Kirche. Und ihre kritische Reflexion darüber, was kirchliche Jugendarbeit in der Gegenwart kann und soll, dementiert längst das Cliché von Betreuungs- und Indoktrinationseinrichtungen. Junge Menschen verstehen sich als Subjekte der Kirche, die eigenständig lernen, der Bedeutung des Evangeliums für ihr Leben auf die Spur zu kommen. So haben es beide Verbände nach intensiven Diskussionen in ihren Leitbildern verankert und gehen damit anderen Bereichen der Kirche im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils mutig voran.

    Jungwacht Blauring Schweiz – kurz Jubla Schweiz – verbindet seit 2009 zwei einst separate Verbände, welche katholische Pfarreien in den 1930er Jahren noch geschlechtergetrennt ins Leben gerufen haben: die Jungwacht für Knaben und den Blauring für Mädchen. Sie verstehen sich als Teil der katholischen Kirche und bringen dies vielfältig zum Ausdruck, auch wenn sich inzwischen evangelische Christen sowie anders- und unreligiöse Menschen ebenfalls bei ihnen engagieren. Mit über 30'000 Mitgliedern, über 9‘000 ehrenamtlichen Leitungspersonen, 380 Präsides und rund 420 Ortsgruppen bildet die Jubla Schweiz der grösste katholische Kinder- und Jugendverband der Schweiz.

    Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) vereint 17 katholische Jugendverbände mit rund 660’000 Mitgliedern unter einem Dach und ist damit einer der größten Jugendverbände in Deutschland. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Politik und Gesellschaft und gibt der Jugend so eine starke Stimme. Der BDKJ will Mädchen und Jungen zu kritischem Urteil und eigenständigem Handeln aus christlicher Verantwortung befähigen. Dazu gehört der Einsatz für eine gerechte und solidarische Welt. Als gesellschaftliche Kraft in der Kirche sieht der BDKJ Veränderungen und Herausforderungen durch die Brille junger Menschen und setzt sich für deren Interessen ein. Der BDKJ wurde 1947 gegründet und hat in der 70-jährigen Geschichte seine Schwerpunkte bewahrt: Katholisch. Politisch. Aktiv.

    Die Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche bezeugt den beiden Verbänden hohen Respekt. Kritik, Eigenständigkeit und Freiheit haben in der Kirche ihren Preis, auch in der praktischen Arbeit mit jungen Menschen. Die Stiftung ist gleichzeitig mit den Verantwortlichen in den Verbänden gespannt, ob es den Bischöfen auf der Jugendsynode 2018 in Rom gelingen wird, eine ebenso offene Haltung einzunehmen. Ohne Jugend hat Kirche keine Zukunft.

    Die Preisverleihung findet statt am Sonntag, 24. März 2019 um 15.30 Uhr im Hotel Schweizerhof in Luzern (7 Minuten vom HB Luzern). Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

    Im Kontext der Preisverleihung findet am Montag, 25. März 2019 von 14.00 – 17.30 Uhr im Romerohaus in Luzern im Forum für eine offene Katholizität ein Dialog statt (www.fokdialoge.org) unter dem Titel: Die Jugend – vom Betreuungsobjekt zum Glaubenssubjekt der Kirche. Im ersten Teil nehmen Bundespräses Pfarrer Bingener sowie Bundesvorsitzender Thomas Andonie Stellung zur Frage: Wie versucht der BDKJ, «junge Menschen mit ihren Begabungen, Kompetenzen, Möglichkeiten und Sehnsüchten ernst»* zu nehmen? Im zweiten Teil des Dialogs steht Valentin Beck, Bundespräses der Jubla, Red und Antwort: Wie schafft die JUBLA mit ihren Führungspersonen den grossen Sprung vom Betreuungsobjekt zum Glaubenssubjekt?
    (* siehe BDKJ-Broschüre: Der Anteil der Verbände an der Sendung der Kirche S. 15, online unter www.bdkj.de.)
    Luzern, 30. August 2018 / Erwin Koller

    Weitere Informationen über die Verbände sind auf deren Webseiten zu finden:
    www.jubla.ch und www.bdkj.de.
    Rückfragen zur Preisverleihung nimmt gerne der Präsident der Stiftung entgegen:
    Dr. Erwin Koller, Stauberbergstrasse 45, CH-8610 Uster
    Mob: +41 79 247 0225
    E-Mail: erwin.koller(@)herberthaag-stiftung.ch

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