News und Facts zu Freiheit in der Kirche

  • Herzliche Einladung zur Preisverleihung 2019

  • Freundesbrief Advent 2018

  • Jahresbericht 2018

  • Es kracht im Gebälk der katholischen Kirche

    Es kracht im Gebälk der katholischen Kirche

    Zwei Beiträge des Stiftungspräsidenten Dr. Erwin Koller

    Sich schämen, ja, aber das genügt nicht

    Noch weniger Empörung und Betroffenheitsrhetorik. Keine Petition legt den Sumpf der sexuellen Entwürdigung junger Menschen trocken. Auch nicht Null Toleranz eines Papstes oder Bischofs. Die Ursachen liegen in der DNA des Systems. An ihr zu schnipseln ist unvermeidlich, geht aber ans Lebendige. Es kann nur gelingen, wenn Glück und Not, die mit der Sexualität von Mann und Frau verbunden sind, ernstgenommen werden. Deren Dynamik – eine Falle der Evolution – ist mächtiger als jedes Gelübde und findet Ventile aus allen Verdrängungen. Wer darum Gebote wie den Zölibat aufrechterhält, kultiviert andauerndes Scheitern vor Ansprüchen der eigenen Moral. Opfer des Systems schaffen dann neue Opfer unter den Schwächsten der Gesellschaft. Menschen mit schlechtem Gewissen kann man zwar besser manipulieren. Doch am Ende verlieren alle.
    Gewiss, Bischöfe sind Aufseher. Die Kurie kontrolliert die Theologie fast wasserdicht. Doch wer kontrolliert die Kontrolleure? Wer wagt, einen Priester offen zu kritisieren? Wer widerspricht dem Bischof und seiner Entourage ins Angesicht? Die Unfehlbarkeit des Papstes hat zum Unfehlbarkeitsanspruch des Systems geführt, zu einer Kaste der Unberührbaren, resistent gegen jede Kritik (anders als in Indien). Erst recht in einer so berührenden Sache wie der Sexualität, wo Charakter und persönliche Reife gefragt sind. Wer greift bei einem «Fall» durch? Wer verklagt seinen Kollegen? Wer will dem Stand der Auserwählten (= Kleriker) schaden?
    Jede Macht ist anfällig für Missbrauch. Ihre Verquickung mit dem Heiligen der Religion und dem Tabu der Sexualität führt ins Verderben.

    Ein Kommentar von Erwin Koller für Aufbruch Dezember 2018

  • Neue Geschäftsführerin

  • Dank an Andreas Heggli

  • Vernetzung mit der Allianz "Es reicht!"